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Ausbildung als Fachinformatiker bei der Volkswagen AG (Teil 2)

In meinem letzten Beitrag habe ich einige grundlegende Dinge zu meiner Ausbildung bei Volkswagen erzählt, nun werde ich genauer auf einige Stellen eingehen.

Meine erste Station während meiner Ausbildung war die PC-Werkstatt. In dieser arbeiten neben zwei Angestellten nur Auszubildende. Das Team ist hier immer aus Kaufleuten, Elektronikern und Fachinformatikern zusammengesetzt. Die Arbeit in der PC-Werkstatt hilft, den Computer genau kennen zu lernen und ebenfalls mit Kunden in Kontakt zu treten. Aufgabe in der PC-Werkstatt ist es, zum einen Geräte zu reparieren und zum anderen Geräte für den Verkauf vorzubereiten. Zu diesem Zweck wurden innerhalb des Werkes ausgemusterte Geräte jeglicher Art abgeholt. Neben Computern, Monitoren, Tastaturen und Mäusen gab es ab und zu auch einige aussortierte Schätze wie beispielsweise Beamer. Die abgeholten Geräte wurden dann von uns auf Funktionsfähigkeit getestet. Jeder Rechner musste auf seine Komponenten überprüft werden. Hierfür gab es verschiedene Diagnoseprogramme und einen Zettel, auf dem anschließend die Leistungsdaten erfasst wurden. Sehr wichtig war noch das gründliche Löschen der Festplatte. Defekte Geräte wurden von uns auf dem Schrottplatz entsorgt.

Jeden Donnerstag stand der Verkauf der alten Geräte an. Privatpersonen konnten hier die alten Geräte zu günstigen Preise kaufen. Ich erinnere mich noch zu gut an das Funkeln in unseren Augen, wenn mal wieder ein Kunde den größten und schwersten 19-Zoll-Röhrenmonitor vom obersten Regal haben wollte. Viele Geräte wurden auch an Vereine oder freiwillige Feuerwehren verkauft bzw. verschenkt.

Eine weitere sehr spannende Station war die Juniorfirma. Dies ist quasi eine kleine Firma in der Firma. Auch hier arbeiten fast ausschließlich Auszubildende. Neben kaufmännischen Dienstleistungen wie dem Erstellen von Ausdrucken, dem Laminieren und auch Bearbeiten von verschiedenen anderen Aufgaben, wurden hier viele technische Dinge geboten. Hierzu zählen technische Dienstleistungen, aber auch der Verkauf von Produkten, die die Auszubildenden selber entworfen sowie hergestellt haben, wie zum Beispiel einem Feuerkorb. Auch hier war der Kundenkontakt sehr groß. Ich erinnere mich noch an eine Zusammenarbeit mit dem Jobwerk. Wir haben große Plakate für die verschiedenen Werkstätten des Jobwerks erstellt, auf denen die einzelnen Tätigkeiten in ihren Werkstätten erklärt wurden.

In meinem nächsten Blog-Eintrag werde ich auf eine weitere Station, die ich während meiner Ausbildung besucht habe, eingehen. Diese Abteilung gehörte zum Bereich der virtuellen Realität.

Matthias Stempel

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