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BarCamp Braunschweig am 28./29.11.2009

“Ein BarCamp ist eine offene, partizipative Unkonferenz, deren Ablauf und Inhalte von den Teilnehmern bestimmt wird.” – sagt wikipedia.

Diesen Satz könnte ich aktuell täglich fünfmal herunterleiern, wenn ich versuche, zu erklären, was wir (das BarCamp-Orga-Team-Braunschweig), am 28./29.11.2009 im Haus der Wissenschaft in Braunschweig vorhaben. Doch erstens versteht diesen Satz niemand und zweitens wird er der Sache nicht gerecht.

Logo_BarCamp_Braunschweig_positiv_rgb

Meine Definition lautet: Ein BarCamp ist ein Zusammentreffen von interessanten Menschen an einem Ort, der zum Wissensaustausch genutzt wird. Jeder ist angehalten, aktiv teil zu nehmen. Man hält eine Session, diskutiert, fotografiert, bloggt, twittert, schreibt einen Artikel für die Zeitung oder schenkt den Kaffee aus. Man ist nicht nur passiver Zuhörer, sondern teilt sein Wissen mit anderen und erhält im Gegenzug neues Wissen und Ideen. Und das ganze für lau. Ganz im Sinne des Web2.0. – Ein schönes Was-ist-ein-BarCamp Video hat der Elektrische Reporter auf seiner Seite.

Bei einem BarCamp gibt es keinen festen Plan. Morgens stellt sich jeder, der eine Session halten will, kurz vor – und wer Interesse hat, zeigt kurz auf. Anschließend werden die Themen auf Karten geschrieben, nach Anzahl der Interessenten sortiert und an die Session-Wall gepinnt.

SessionWall BarCamp Hamburg

Die Sessions haben meist eine Länge von 30 Minuten,  anschließend gibt es 30 Minuten Pause für weiterführende Diskussion, Kaffeetrinken und Networking. Themen sind z.B. “Wir müssen ins Social Web! … Warum? … Steht hier nicht”, “Flex/AIR Einblick ins Klicki Bunti Flash”, “Mobile Campus”, “Autor sucht Verleger. Vom Text zum eigenen Buch”, “Einführung ins Spiegelreflexkamera-1mal1” – also Richtung IT, Medien, Learning. Aber es gibt auch nur bedingt IT-lastige Themen wie “Kirche 2.0 – Community-Ansätze im kirchlich-religiösen Medienumfeld am Beispiel von evangelisch.de“. Für jeden ist etwas dabei. Das Besondere an den Sessions: Jeder darf und soll aktiv mitmachen und z. B. seine Meinung abgeben.

BarCamp Hamburg

bchh09 auf Flickr

Anfang des Jahres besuchte ich mein erstes BarCamp – das DesignCamp in Köln #dcc09 und war sofort Feuer und Flamme. Vor Ort kam uns die Idee, ein eigenes Camp auf die Beine zu stellen. Das PhotoCamp. Leider fehlte uns die Zeit dieses zu konkretisieren aber andere BarCamp-Freunde aus Braunschweig begannen im Sommer mit der Planung fürs 1. BarCamp in der Löwenstadt.

Als Markus Weißkopf vom Haus der Wissenschaft von unseren Plänen hörte, war er bereit, die für uns beste Location in Braunschweig zur Verfügung zu stellen. Am 1. Adventwochenende ist der Name “Haus der Wissenschaft” Programm – denn wir schaffen Wissen.

DasHdW_

Am vergangen Wochenende war eine Delegation von uns auf dem BarCamp Hamburg 2009 #bchh09 und konnte neben einer Menge neuer Kontakte, Ideen und Ratschlägen auch eine Geldspende mit nach Braunschweig bringen. Dort gab es nämlich die Möglichkeit, eine Spende (mit offenem Zweck) zu tätigen. In einer Session wurde dann festgelegt, wohin das Geld geht bzw. welches neues BarCamp finanzielle Unterstützung gut gebrauchen kann. In diesem Fall Braunschweig! Unser Camp wird durch Sponsoren und die Spende finanziert und ist somit für die Teilnehmer kostenlos. Jedoch werden auch wir ein “Spendenkonto” einrichten – und das dort gesammelte Geld an ein anderes BarCamp weiter reichen. Alexander Graf vom BarCamp-Hamburg-Orgateam hatte diese Finanzierungs-Idee   und die Spende gleich in seinem Blog kassenzone.de veröffentlicht.

BarCamp Battle

Als Student der Wirtschaftsinformatik kann ich Euch (Studierende), aber auch Mitarbeitern der TU Braunschweig, Unternehmer und Privatleute nur zum Mitmachen ermutigen! Ein BarCamp lebt von den Menschen, die es gestalten – sozusagen Web2.0 in Real Life. Die kostenlose Anmeldung und weitere Informationen findet ihr unter http://www.barcamp-braunschweig.de – getwittert wird unter @barcampbs – hashtag: #bcbs09

Manuel @Schmutte

(Fotos von Alexander Hahn u. Manuel Schmutte)

Kommentare

  1. Supersache. Danke, Manuel…!

  2. “BarCamps sind die neuen Konferenzen”. Müssen die “klassisch sozialisierten” Wissenschaftler aber erst noch mitbekommen 😉

  3. Klingt super!
    Hör ich zum ersten mal grad.

    Von Christian Wirth am 26. April 2010 um 19:47 Uhr

Trackbacks / Pings

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