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wi² Blog – Wirtschaftsinformatik & Informationsmanagement

Cloud Computing: Unsere Talkshow


“Ab in die Wolke!?” – Kurzfilm der Cloud-Computing-Gruppe in der Webgesellschafts-“Talkshow”, 10.6.2011

Max freut sich, dass er von überall auf seine Daten zugreifen kann – doch hat er auch immer Kontrolle über sie? Mit diesem Kurzfilm haben wir unsere Talkshow in der Webgesellschafts-Vorlesung eingeleitet und in verschiedenen Rollen die Pro- und Contra-Argumente zur “Datenwolke” diskutiert (s. unseren vorherigen Eintrag).


Die “Talkshow”-Diskutanten…

Making Of:

Webgesellschaft bedeutet auch, sich darüber Gedanken zu machen, wo man Daten hinterlässt. Wir stellten uns von vornherein die Frage, wie wir die Ergebnisse unserer Projektarbeit für diese Vorlesung veröffentlichen wollen. Fest stand, dass wir Thesen und Argumente im wi2Blog veröffentlichen werden. Doch welche mediale Untermalung wäre angebracht?

Für die Präsentation in der Vorlesung war es uns wichtig, Präsenz zu zeigen. Vorherige Sitzungen hatten gezeigt, dass Videos zwar eine gute Vermittlungsform sind. Doch werden sie unkommentiert stehen gelassen, kommt keine Diskussion über ein strittiges Thema zu Stande. Und uns interessierte die Meinung des Publikums.

Wir entschieden uns für eine Präsentationsform, die vom Live-Charakter lebt. Für die Vorlesung am 10. Juni 2011 bereiteten wir die Liveshow „Webgesellschaft – das Magazin“ vor. Die Moderatorin führte durch diese Sendung. Sie hatte Gäste ins Studio eingeladen: jeweils drei Vertreter der Pro und Contra-Gruppe. Für den technischen Ablauf und die technische Dokumentation zeichneten sich weitere Mitglieder unserer Gruppe verantwortlich. In die rege Diskussion der Gäste wurden kleine Filme eingespielt. Hier wurde erklärt, was CloudComputing ist und was die Menschen auf der Straße denken. Am Fallbeispiel „Max“ wurden exemplarisch Möglichkeiten, aber auch Gefahren aufgezeigt.
Die Liveshow war also eine Mischung aus Präsenzdiskussion und Videos. Im Anschluss folgte eine gute Diskussion mit dem Publikum. So wie wir es uns erhofft hatten, waren die Studierenden offen für das Gespräch und bereicherten die Diskussion. Hier fielen weitere Schlagwörter aus verschiedenen Bereichen. Am wichtigsten schien den Anwesenden der Gedanke des selbstverantwortlichen und mündigen Nutzers zu sein. Wir hatten unser Ziel erreicht: Die Anwesenden begannen darüber nachzudenken, was sie mit ihren persönlichen Daten tun. Denn jeder entscheidet selbst, wie er mit seinen Daten umgeht.

Das haben auch wir getan. Wir entschieden uns gegen eine vollständige Veröffentlichung der Liveshow im Internet. Natürlich ist eine solche (durchaus vorzeigbare) Referenz gern bei potentiellen Arbeitgebern und Dozenten gesehen. Doch uns war nicht wohl beim Gedanken der potentiellen weltweiten Verbreitung. Denn Inhalte teilen bedeutet nicht immer nur Positives, sondern kann auch, wenn Aussagen aus dem Kontext gerissen werden, gegen uns verwendet werden.
Letztlich war und ist unsere Präsentation als ein Liveformat zu betrachten, das einmalig an Ort und Stelle stattgefunden hat. Gerade in Zeiten der digitalen Reproduktion sollte dies Beachtung finden. Die rege Beteiligung des Publikums gibt uns Recht.

Die Cloud-Computing-Gruppe:
Kristina Branz, Fathi El-Khatib, Kolja Feix, Ronny Fichte, Janina Göbel, Sylvia Goor, Madeleine Ott, Nils Peter Stoye, Sandra Tiefholz, Daniela Viehmeier

Kommentare

  1. Vielen Dank an die Gruppe für den Kurzfilm und das Making Of… Eine Sache würde ich aber noch anmerken: Warum bietet Apple zum Beispiel jetzt die iCloud an? Wirklich um Rom-Fotos seiner Nutzer an die Reisewerbung zu verkaufen…? Welches Motiv hätten denn die Anbieter ihren Nutzern zu schaden, wenn sie diese doch langfristig binden möchten?
    Und zu Maxens “Kontrollverlust” – ich meine, in der sich entwickelnden Webgesellschaft wird auch “Max” einen Weg finden müssen, damit zu leben, dass er nicht sein Bild im Web und die Gespräche über sich vollständig “kontrollieren” kann. Und das gilt auch für Unternehmen. Da hilft es Max auch nicht, wenn er gut das Kleingedruckte liest. Aber genau diese Diskussion um Kontrollverlust und “informationelle Selbstbestimmung” habt Ihr ja wunderbar ausgelöst. Vielen Dank!

  2. @Gerald Fricke: Apple ist in erster Linie am Gewinn interessiert. So sammeln sie (genau wie Google und viele andere Unternehmen) vor allem Daten, um die Präferenzen eines Kunden zu sehen und dadurch Werbung auf den Endgeräten wie iPhone und iPad zu schalten. Nicht von ungefähr hat Apple deshalb iAds eingeführt.

    Ein Vertrag wie Max ihn bei Carl Cloud unterzeichnet hat, ist sehr selten. Dass die Daten nicht an Dritte verkauft werden gibt es zwar sehr oft, jedoch schauen sich die Firmen meistens selbst die Daten an oder behalten sich zumindest das Recht darauf vor (siehe auch Google Mail).

    Ich finde, dass der Kurzfilm und nicht zuletzt auch die Talkshow der Gruppe dies alles recht gut zum Ausdruck gebracht hat. Nicht zuletzt auch der letzte Satz des Kurzfilms, der nochmal zum vorsichtigen Umgang mit den eigenen Daten aufruft: “Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass die Daten auch vor Hackern sicher sind.”

    Von Florian N. am 19. Juli 2011 um 22:09 Uhr
  3. kurze Korrektur:

    Mein Nachname ist El-Khatib und nicht El-Kathib

    Von Fathi El-Khatib am 28. August 2011 um 14:05 Uhr
  4. Ich hab’s verbessert, danke!

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