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Das Internet der Dinge – Treiber für die vierte industrielle Revolution?

Das Internet der Dinge

Das Internet der Dinge

” Das Internet der Dinge als Treiber der vierten Revolution” – Ein PechaKucha-Vortrag von Xiao Chen, Peter Luja, Nenad Radojevic und Oxana Shnayder.

Das Thema unseres Vortrags zählt sicherlich zu den Trendbegriffen dieses Jahres: Das Internet der Dinge. Wem dieser Begriff noch nicht geläufig ist, hat bestimmt schon mal etwas vom Fitness-Armband „FuelBand“ oder „Smart Home“ gehört. Es handelt sich hierbei um die Vernetzung von Gegenständen mit dem Internet.

Ob eine Vernetzung zwischen Dingen auch auf die Industrie übertragen werden kann? Dieser Frage sind wir genauer auf den Grund gegangen und haben dazu eine These aufgestellt: Das Internet der Dinge als entscheidender Treiber für die vierte industrielle Revolution.

Durch die technologische Entwicklung, in Form von Smart Devices, cyber-physischen Systemen oder des neuen Internetprotokolls IPv6, steht der flächendeckenden Vernetzung von intelligenten Gegenständen nichts mehr im Wege. Der Startschuss für eine vierte industrielle Revolution ist mit dem Internet der Dinge gefallen. Die Chiffre hierfür lautet „Industrie 4.0“.

Der plakative Begriff Industrie 4.0 steht für den vierten grundlegenden Paradigmenwechsel in der Produktion, in der auf eine verstärkte Vernetzung intelligenter Produktionstechnik durch eingebettete Steuerungen gesetzt wird. Die wirtschaftlichen Vorteile liegen auf der Hand. Der dezentrale Einsatz vernetzter maschineller Intelligenz innerhalb sogenannter Smart Factories soll vor allem die Produktivität, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.

Doch wie jede Innovation hat auch die Industrie 4.0 ihre Schattenseiten. Der Mensch begibt sich immer mehr in Abhängigkeit von Maschinen. Wie so oft gehen mit der Nutzung großer Datenmengen auch Risiken für den Datenschutz einher.

Eins steht fest – Industrie 4.0 verändert die Arbeitswelt. Aber auch unsere Webgesellschaft?

Webgesellschaft zwischen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft? –

Die Diskussion im Plenum

Eine wesentliche Rolle in der Webgesellschaft spielt die Makerbewegung. Chris Anderson beschreibt die Makers als Nutzer computergesteuerter Werkzeuge, die am Bildschirm neue Produkte und Dienstleistungen entwerfen und nur noch digital produzieren.

Die Verfügbarkeit technischer Mittel für Innovation und Produktion demokratisiert sich durch die rasante Verbreitung des Webs immer mehr. Jede Erfindung und jeder Entwurf kann heutzutage als Datei an einen Dienstleister übergeben werden, der das Produkt in der gewünschten Stückzahl herstellt. Der nächste Schritt zu einer Dienstleistungsgesellschaft ist somit vollzogen.

Doch eine Dienstleistungsgesellschaft wäre ohne Kooperation nicht denkbar. Es entstehen neue Formen von Gemeinschaften, die sich z. B. von der Open-Source-Idee inspirieren lassen und immer mehr Menschen zur Mitarbeit bewegen. Ein Umdenken innerhalb der Gesellschaft ist notwendig, getreu dem Motto: Wissenteilen – Innovationen fördern.

Das Plenum vertrat die Meinung, dass sich die Makerbewegung auf Dauer nicht durchsetzen wird, da die aktuelle Technologie in der Umsetzung an ihre Grenzen stößt. Als Beispiel wurde der 3D-Drucker angeführt, mit dem nur Modelle in kleinen Maßstäben gedruckt werden können.

Welche Konsequenzen hat das Internet der Dinge für uns? Die vernetzten Dinge könnten, abhängig von den aktuellen Tagesereignissen, eigenständig unseren Tagesablauf optimieren. Eine solche Integration in das alltägliche Leben würde vom Plenum zwar angenommen werden, aber nur ohne den Verlust der Selbstbestimmung. Es drängt sich abschließend nochmal die Frage auf: Hat das Internet der Dinge wirklich das Zeug, zum Trend zu werden oder bleibt es letzten Endes nur ein Hype?

Quellen:

·         Chris Anderson: Makers. Das Internet der Dinge: die nächste industrielle Revolution (2013)

·         Sergei Evdokimov, Benjamin Fabian, Oliver Gunther: RFID and the Internet of Things (2011)

·         http://www.iao.fraunhofer.de/images/iao-news/produktionsarbeit-der-zukunft.pdf

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