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Der Übergang zur Webgesellschaft

Dr. Gerald Fricke über den Übergang in die Webgesellschaft 

Im Sommersemester 2012 bieten wir eine Veranstaltung zur Webgesellschaft an. Was ist damit gemeint? Wir glauben, dass wir uns gerade in einem großen Übergang befinden, von einer Gesellschaft, die in erster Linie durch Massenmedien und große Einheiten geprägt ist, zu einer Gesellschaft in der das Web das neue Leitmedium ist. Diese Transformation ist ähnlich bedeutsam wie der Übergang von traditionellen Gesellschaften zu den Marktgesellschaften im Zuge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert, die Karl Polanyi (1978) auf die Formel der Great Transformation gebracht hat.

Diese Transformation hat bedeutende Auswirkungen auf die Politik und die Demokratie, auf die Unternehmen – und, natürlich, auch auf die Universitäten. Mit diesen Herausforderungen können wir am besten umgehen, wenn wir die Geschichte einer neuen Kooperation in der Webgesellschaft erzählen, so meinen wir. Eine Webgesellschaft wird reflexiver sein, dezentraler organisiert sein, nicht beherrscht von großen Einheiten, mit klaren Grenzen von innen und außen.

Im Sommersemester 2011 haben wir uns in der Vorlesung “Information und Kommunikation in der Webgesellschaft” an ausgewählten Beispielen mit diesem Übergang beschäftigt, von der Arabischen Revolution über demokratietheoretische Fragen bis zu Social-Media-Strategien in Unternehmen. Zu jedem Thema haben Studentengruppen Videos produziert (mit Pro- und Contra-Thesen), in einer Facebook-Gruppe Material dazu gesammelt, die Ergebnisse in der Vorlesung zur Diskussion gestellt und hier veröffentlicht (siehe “Webgesellschaft” in der Schlagwortwolke).

Eine Zusammenfassung der Vorlesung und Literatur findet Ihr hier.

Auch dieses Sommersemester bieten wir wieder eine Veranstaltung zur Webgesellschaft an. Anstoss ist am Freitag, 20.04.2012, 11:30 Uhr, im Raum SN 22.1.

Das sind die Themen:

  • Strukturwandel der Öffentlichkeit durch das soziale Web?
  • Wie machen wir Klimapolitik im Web?
  • Welche Auswirkungen hat das soziale Web auf die Politik?
  • Welchen “Wert” schaffen soziale Medien für Unternehmen?
  • Wie wandelt sich die Arbeitsgesellschaft durch das Web?
  • Wie könnte Automobilität in einer Webgesellschaft aussehen?

Zu jedem Thema wollen wir wieder Thesen entwickeln. Dieses Mal in einem Pecha-Kucha-Vortrag: Zwanzig Folien, jeweils zwanzig Sekunden vorgetragen, insgesamt 6:40 min. Dazu bilden wir mehrere Gruppen mit jeweils 5 Teilnehmern. Im Anschluss an die Auftaktveranstaltung werden die Gruppen auf StudIP freigeschaltet. Einige Kurzvorträge sollen auf englisch gehalten werden. Aber keine Angst: Dafür geben wir Euch englische Aufsätze an die Hand. Und die Diskussion ist auf deutsch.

Auf der internationalen Pecha-Kucha-Seite könnt Ihr mehr über dieses Format erfahren und einige Vorträge anhören. Und hier seht Ihr die Pecha-Kucha-Berlin-Seite. Sehr schön finde ich zum Beispiel Juli Gudehus’ Vortrag über ihr “Lesikon der visuellen Kommunikation”. Unsere Vorträge wollen wir auch aufnehmen, und wenn sie dann immer noch gefallen, veröffentlichen wir sie hier.

Alles Weitere besprechen wir in der Auftaktveranstaltung am 20.4.2012. Ich freue mich schon…!

Gerald Fricke

Kommentare

  1. Hallo,

    ich freue mich schon auf das Seminar.

    ich war bei kommunikation ist König von Dr. Fricke! Gefällt mir gut….

Trackbacks / Pings

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  2. "Der ??bergang zur Webgesellschaft" – meine Vorlesung im Sommersemester 2012 | Gerald Fricke 25. Februar 2013 at 02:03