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wi² Blog – Wirtschaftsinformatik & Informationsmanagement

Die Transformation zur kooperativen Webgesellschaft

Wir erleben den Übergang von einer Gesellschaft, die sich auf die “Massen” stützt, auf Massenmedien, Massenproduktion und -konsumption,  zu einer Gesellschaft, in der das Web das neue Leitmedium ist, so lautet unsere Forschungshypothese. Die Webgesellschaft wird weniger abhängig vom Öl sein, vielfältiger organisiert und eher durch eine dezentrale Kontextsteuerung autonomer Individuen geprägt sein, verknüpft durch “kooperatives Handeln”, als durch Kollektivakteure mit klaren Grenzen von Innen und Außen und eindeutigen “Interessen”, so unsere Vermutung.

Transformation zur Webgesellschaft?

In der Webgesellschafts-Vorlesung haben wir verschiedene Sichtweisen auf die Kooperation entworfen und verschiedene Geschichten über das Web erzählt. Damit lösen wir uns von der großen Erzählungen der Moderne, erweitern die Theorie des kommunikativen Handelns um postmoderne, poststrukturalistische Aspekte einer “Akteur-Netzwerk-Theorie” und versuchen diese mit der gestaltungsorientierten Wirtschaftsinformatik zu verbinden.

Dazu haben wir uns in insgesamt zehn PechaKucha-Vorträgen der Teilnehmer (20 Folien á 20 Sekunden) einige Bereiche herausgegriffen – und nach den Kooperations-Potentialen gefragt. Im einzelnen ging es um

  • Strukturwandel der Öffentlichkeit
  • Umwelt im Web (neue Bündnisse und Klimapolitik)
  • Politik im Web (twitternde Politiker und “flüssige Demokratie”)
  • Gesellschaft und Unternehmen im Web (Bürgergesellschaft, Zukunft der Arbeit, Social Media)
  • Geschäftsmodelle im Web (“Automobilität 2.0” und eine neue “Remix-Kultur”)

Das hat gut geklappt – Glückwunsch und danke an alle Gruppen! Die Ergebnisse finden Sie auf YouTube und hier im Blog, unter dem Schlagwort “Webgesellschaft”. Weiter geht’s…!

Gerald Fricke

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