TU BRAUNSCHWEIG
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wi² Blog – Wirtschaftsinformatik & Informationsmanagement

Dieses war der erste Streich …

… die Neujahrsansprache der “Chefin”…

Liebe Freunde des wi²!

In dieser Zeit, in der ich einmal nicht mit flachen (!) Schuhen durch die TU rase (das habe ich übrigens direkt bei meinen ersten Campus-Begehungen mit Dirk Mattfeld gelernt…), drängt es sich förmlich auf, mit einem gewissen Stolz zurück zu blicken und mit Freude und Motivation nach vorne!

*** Wer feiern kann, kann auch aufstehen ***

Mit garnichts haben wir angefangen – zwei Südgewächse, das tapfere Organisationswunder Yvonne und ich, in Braunschweig. Keine (zumindest fast…) Räume, kein Netz, keine “Gebrauchsanleitung” für einen brandneuen Lehrstuhl. Da blieb uns garnichts anders übrig, als gewisse Schlafbedürfnisse hinten anzustellen – wenn wir wenigstens gefeiert hätten! Meistens haben wir organisiert, z. B. so einfache Dinge wie Telefone, und bis spät in die Nacht diskutiert, wie wir zwei so ad hoc mit knapp 500 Studierenden, drei Vorlesungen und gefühlten zehn Seminaren zurecht kommen sollen. Zum Glück hatten wir von Beginn an phantastische Kollegen, sowohl unter den Professoren als auch unter den wissenschaftlichen Mitarbeitern anderer Institute, ebenso wie eine Handvoll Studenten, die uns tapfer unterstützt haben – wir haben überlebt! Danke!

*** Kein Jägermeister! ***

Mit dem Jahr 2008 haben wir uns fest an ein neues Motto gehalten. In Umkehrung der Geschichte der “kleinen Jägermeister” ist der Lehrstuhl rapide gewachsen.

Mit jedem Einzelnen haben wir wertvolle neue Kompetenzen und schöne Eigenschaften hinzu gewonnen: Thomas P., unser Marktforschungsexperte und “Wissenschafts-Macher”, Janet, unsere tapfere gute Seele und der Zusammenhalt des Lehrstuhls im Chaos 2.0, Gerald, unser Kommunikationsgenie und der gute gelaunte Stürmer des Lehrstuhls, Elli, unser Organisationstalent (endlich!) und guter Draht zur gesamten TU, Stefan, unser stiller Experte, irgendwie für alles, Ralf mit einer ausgeprägten künstlerischen Ader, Markus, nicht unterzukriegen als frischer Wind am Lehrstuhl, Thomas K., unser gutes Gewissen in Sachen Sicherheit und unser personifizierter technischer Background, Silke, unsere perfekte Rennsemmel – nicht nur im Auto sondern in jedem spontanen Projekt und Patrick, der irgendwie überall inhaltlich und auch design-technisch Stabilität und trotzdem neue Ideen einbringt.

Nun sind wir personell phantastisch aufgestellt, finde ich, und ein wirklich gutes Team – und daraus werden wir etwas machen!

*** Do we practice what we preach? ***

Und so haben wir gelehrt und geforscht, Theorien und praktische Beispiele erzählt zu Customer-E-Services, zu Web 2.0, zu Wissensmanagement und Twitter und plötzlich fiel uns auf, dass wir uns selber jeden Tag an die eigene Nase greifen sollten und all das doch zunächst auch selber anwenden und ausprobieren. Und so sind wir eingestiegen in die studentischen Services und haben den Rückkanal zu uns aufgemacht. Daneben wird praktische Erfahrung und Forschung quasi eins in unserem Lehrstuhlblog, wir experimentieren mit Twitter und Web-2.0igem Portal am Lehrstuhl.

Puh! Hier sind wir in etwas hinein geraten. In die magische Welt des Web und in alles, was neue Kommunikation aus uns Menschen oder aus Organisationen macht. Da werden wir noch etwas zu forschen haben – und zu lernen. Aber das macht’s ja wirklich spannend. Und ich wünsche mir, dass sich hieran möglichst viele aus der TU aber auch aus dem “echten Praxisleben” beteiligen! Der Lehrstuhl ist, was wir alle daraus machen. Und auch wenn es Euch Studenten noch nicht so auffällt: auch ihr, jeder Einzelne ist aufgerufen, hier Artikel zu schreiben, zu kommentieren und unseren Rückkanal zu nutzen.

*** Innovation, Emotion, Perfektion ***

Unsere Vision. Naja, ganz ehrlich: innovativ sind wir, denke ich. Wir versuchen für alles neue Wege zu finden, wir sind bereit für neue Technologien, auch wenn gerade die Lehrstuhlspitze sich nicht immer als vollkommen e-ready herausstellt.

Und was die Emotion betrifft: Am Lehrstuhl herrscht, soweit ich das beurteilen kann eine durchaus gute Stimmung! Und auch über die Grenzen unseres kleines Universums hinaus sitzen wir nicht im Elfenbeinturm, oder? Wir hoffen, dass wir uns als Partner bewähren: in der TU, bei den Studierenden und bei allen, mit denen wir zusammen arbeiten.

Die Perfektion. Ich glaube schon, dass wir ganz schön perfekt sind, für all’ das, was wir innovativ geschaffen haben!  Wir sind superschnell gewachsen (siehe Motto 2) und jetzt haben wir die Chance der Konsolidierung. Oft jedoch erscheint vielleicht einiges nur “unorganisiert” – weil wir, und dies geht insbesondere an unsere Studierenden, Freiheiten geben und geben wollen. Und weil wir natürlich Risiken eingehen und eingehen wollen, wenn wir neue Wege beschreiten und z. B. einen ganzen Strauß an interessanten Projekten anbieten und neue Lehrformen. Hier bitte ich in Zukunft darum, im Sinne von Motto 3, den Rückkanal zu nutzen! Denn wir sind durchaus nicht renitent und bereit für Diskussionen und Verbesserungsvorschläge (siehe Motto 4).

Und damit sind wir schon bei unserer Motto-Ergänzung für das nächste Jahr.

*** Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation ***

Ich habe mich vor ein paar Wochen mit Nicolas Lange über unsere Vision unterhalten. Und er hatte Recht. Er meinte, es fehle die Kommunikation (oder sagtest Du Information?). Tja, meinte ich, das ist ja nun nix Neues (… als ob Innovation, Emotion und Perfektion das wären, aber naja…). Die Kommunikation haben wir natürlich im Blut. Aber trotzdem. Ich glaube fast, wir sollten sie uns nochmal und immer wieder, wie die anderen drei Leitworte, ins Gedächtnis rufen in Lehre, Forschung, in dem was wir forschen und in unserem täglichen TU-Formular-Dschungel-Camp.

  • Kommunikation, damit wir wissen, was wir wissen – ich habe damit übrigens angefangen und bereits zwei Artikel in unser Wiki gepackt und ich schaffe noch mehr in den nächsten Tagen,
  • Kommunikation, damit wir erfahren, was andere wissen und z. B. unseren Rückkanal nutzen aber auch Quellen zusammen tragen und unsere Basis solide verbreitern,
  • Kommunikation, damit auch alle erkennen, was wir zu sagen haben und was wir meinen,
  • Kommunikation, damit wir uns auch in der großen Lehrstuhlfamilie und mit allen wi²-Freunden verbunden bleiben und
  • Kommunikation, weil es uns einfach so fasziniert, wie sich mit den neuen Medien unsere Kommunikation verändert und uns dies ganz neu arbeiten und leben lässt.

Und damit, nun denn, auf zum nächsten Streich – ich freue mich auf 2009, das wird ganz groß!

Kommentare

  1. Danke, Susanne, besser als der Bundespräsident…! Freue mich auch schon auf 2009…!

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