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Diplomarbeit “Private Twitternutzung und der Einsatz von Twitter in der Lehre”

Twitter und Lehre, wie passt das zusammen? Damit habe ich mich die letzten Monate im Rahmen meiner Diplomarbeit beschäftigt. Zentrale Fragestellung der Arbeit war : “Wie wird Twitter genutzt und wie kann es in der Lehre eingesetzt werden”?

Aufbauend auf das Technology Acceptance Models und der maslow’schen Bedürfnispyramide sind Variablen für eine Onlinebefragung entwickelt wurden. Die Teilnehmer sind nur über Twitter akquiriert, so dass sichergestellt wurde, das alle Erfahrungen mit dem Dienst haben.

Den Ergebnissen dieser Umfrage zufolge gibt es drei wichtige Gründe zur Nutzung:

  1. Am öftesten tauchte die Nennung nach dem Wunsch, auf dem Laufenden zu bleiben auf. Dies ist sicherlich nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, wie viele Nachrichtenportale mittlerweile mit Hilfe von Twitter auf Ereignisse aufmerksam machen, und wie schnell sich diese auch durch “Mundpropaganda” auf dieser Plattform verbreiten können.
  2. Ein weiteres Motiv  ist der Drang nach Selbstdarstellung. Nahezu alle Teilnehmer dieser Studie geben auf der Plattform Dinge die eigene Person betreffend zum Besten, aber  auch die Kommentierung aktueller Ereignisse hat eine selbstdarstellerische Komponente, positioniert man sich doch damit innerhalb der Gesellschaft und zeigt, was man denkt.
  3. Als drittes Motiv kommt die Nutzung zur Kommunikation und Interaktion mit Personen aus dem privaten Umfeld aber gerade auch mit teilweise vollkommen Fremden und das damit einhergehende Zugehörigkeitsgefühl zur “Twitterwelt” ins Spiel.

Insgesamt ist es das Zusammenspiel dieser Faktoren, die die Nutzung bestimmt. Eine klare Präferenzierung kann nur bei wenigen beobachtet werden.

Hohen Nutzen im Bereich der Lehre wurde Twitter von den Teilnehmern nur in einfachen Aufgaben der Informationsverbreitung, speziell auch gepaart mit weiterleitenden Links attestiert. Für komplexere Aufgaben scheint die Plattform ungeeignet zu sein. Aufgrund mangelnder Erfahrung eines solchen Einsatzes ist dies aber sicherlich ein Gebiet, welches weiter erforscht werden sollte.

Bedanken möchte ich mich bei meiner Betreuerin Yvonne Gaedke und allen anderen Mitarbeitern des Instituts, welche mich durch Retweets bei der Rekrutierung der Teilnehmer dieser Studie unterstützt haben und natürlich auch bei eben all diesen Teilnehmern.

Beste Grüße,

Stephan Mulas

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