TU BRAUNSCHWEIG
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wi² Blog – Wirtschaftsinformatik & Informationsmanagement

“Kooperation ist die Einstellung” – weiter geht’s!

“Das Web ist mehr als Marketing” – Vortrag Prof. Dr. Susanne Robra-Bissantz

Frau Robra-Bissantz, Sie bezeichnen Kooperation als eine Frage der “Einstellung”. Was meinen Sie damit?

Susanne Robra-Bissantz: Wir haben die Technologie. Die soziale Software, das Web 2.0, eben die Medien, die eine multimediale Kommunikation zwischen allen wirklich einfach machen. Jetzt geht es darum, das Denken in Zusammenarbeit – eben: die Kooperation als Einstellung – zum Leben zu erwecken. So, dass wir lernen, immer besser zu kooperieren, so, dass wir es schaffen, zu vertrauen und Eitelkeiten abzubauen und so, dass wir gemeinsame Regeln finden für das soziale Miteinander im Web 2.0 – z. B. eine neue Form des Respekts.

Und der Lehrstuhl…?

Für uns als Lehrstuhl, der sich mit dem Web 2.0 und mit der Kooperation von Unternehmen mit seinen Partnern beschäftigt, ist das eine Herausforderung in der Forschung und ein Auftrag in allem, was wir sonst tun.

Wie treibt Sie gerade in der Forschung um?

Wir meinen, dass wir Kooperation in Organisationen und über diese hinaus gestalten können – mit elektronischen Medien. Hier arbeiten wir z. B. an elektronischen Kooperationsmechanismen, die genau zu verschiedenen Eigenschaften einer Kooperation in Organisationen und darüber hinaus passen. Wir kennen schon ganz gut „discuss2improve“ – implementiert in Sags uns, dem Ideen- und Beschwerdeblog der TU Braunschweig, wo Studierende untereinander und mit der TU ihre Probleme diskutieren und lösen. Wir arbeiten an „game2innovate“, einem Kooperationsmechanismus, mit dem spielerisch in einem elektronischen Umfeld kreative Ideen entstehen. „network2know“ wird auch kommen – hier entstehen soziale Netze für ein kollaboratives Vermehren von Wissen – z. B. für die Forschung an der TU Braunschweig. Und wenn man der Kooperation und ihrer Zielerreichung, z. B. in der Führung von Unternehmen, zwar vertrauen will, aber nicht blind, dann bietet sich zur Steuerung unser beliebter Ansatz der Situierung an – das Beobachten von Situationen, z. B. um mögliche Risiken schnell und rechtzeitig zu erkennen.

Wie geht es weiter…?

Wir wollen uns darum kümmern, dass Zusammenarbeit entsteht, dass Probleme gelöst werden und sich Forscher und gesellschaftliche Gruppen gegenseitig unterstützen. Denn wir glauben daran, dass das häufig einfacher ist, als man denkt – wenn man sich nur gegenseitig finden und miteinander sprechen kann. Und aus dieser virtuellen gegenseitigen Unterstützung müssen dann auch Anker entstehen, in das reale Leben. Man trifft sich, man hilft sich dann auch in materialisierter oder materieller Form – jedenfalls auch so, dass reale Wirkung entsteht. Dazu planen wir gerade einiges…!

Übrigens: Weitere Vorträge findet Ihr auch auf unserem Vimeo-Kanal. Nicht verpassen solltet Ihr auch unseren wi2Tube-Kanal auf YouTube…!

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