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wi² Blog – Wirtschaftsinformatik & Informationsmanagement

Reakkreditierung Wirtschaftsinformatik

Liebe Studierende,

Studiengänge im Bachelor-/Mastersystem müssen von einer Akkreditierungsbehörde akkreditiert werden, damit z.B. gewährleistet ist, dass der Studiengang studierbar ist und die Qualität des Studienganges stimmt. In bestimmten Intervallen ist dann eine Reakkreditierung nötig und diese steht bei der Wirtschaftsinformatik demnächst an.

Im Auftrag von der Studiendekanin der Wirtschaftswissenschaften möchten wir auf dieser Plattform gerne eine Diskussion eröffnen, um unseren Studiengang weiter zu verbessern. Uns interessieren dabei Punkte, wie z.B.

  • Was ist besonders gut am Studiengang?
  • Was ist nicht so gut?
  • Wo gibt es Dopplungen?
  • Welche Inhalte sind besonders wertvoll bzw. nicht sehr wertvoll für das spätere Berufsleben.
  • Müssen alle Module benotet werden (Prüfungsleistungen vs. Studienleistungen)
  • usw.

Natürlich können hier noch weitere Punkte auch rund um das Studium (Betreuung, Bürokratie usw.) genannt werden.

Ende Januar möchten wir dann alle Punkte in einem Workshop abarbeiten und eventuell schon Lösungen präsentieren oder diese in Arbeitsgruppen erarbeiten lassen. Hierzu wird es aber noch eine separate Einladung geben.

Auch Studierende benachbarter Studiengänge (alle mit Wirtschaftswissenschaften oder Informatik) sind auch herzlich eingeladen an der Diskussion teilzunehmen. Bitte Anregungen einfach als Kommentar verfassen.

Wir freuen uns auf interessante Beiträge.

Viele Grüße

i.A. Thorsten Goje – Studiengangskoordinator Wirtschaftsinformatik

Kommentare

  1. Ich finde es schade, dass man als Winfo eine der Informatik-Mathe Vorlesungen hören MUSS. Im Informatik Master kann man 8-10Credits einer Mathe VL oder Professionalisierungen hören. In diesem Fall würde ich es sinnvoller finden die Quantitativen Methoden mit in den Überfachlichen Bereich zu schieben. Würde statt dessen eher Englisch oä bevorzugen. Vor allem da die Vorlesungen häufig recht viel mathematisches Grundwissen erwarten und die Informatiker zumeist sehr viel mehr Mathe im BSC hatten. Ergo wird die Note der Winfos im Vergleich eher schlecht ausfallen, da nur Infos diese Fächer belegen, die Mathe bevorzugen. Hier sollte dann auf jedenfall die Note wegfallen.

    Im Allgemeinen ist der Informatik Master sehr viel freier gestaltet.

    Man könnte ja auch aus dem 5er Informatik oder WiWi Vertiefungsbereich, dem 5er Quantitative Methoden und den ÜQ einen großen Block machen, in dem man entweder Info, WiWi (evtl mit BSC), Mathe oder Professionalisierungen macht. Dann hätte man wenigstens einen 17Credit Bereich, in dem man sich frei bewegen kann. Also auch kleinere VL aus dem Bereich Wiwi – evtl auch unbenotet einbringen kann – vor allem interessehalber?!

    Ansonsten sind die 20Credits im Winfo Bereich fix, die 30Creds der Master Arbeit sind fix und MISB ist vorgegeben. Damit sind schon 55 von 120Credits FEST vergeben.

    Da könnte ein größerer Wahlbereich Sinn ergeben.

  2. Positives am Studiengang:

    1.
    Die Unterstützung durch das Prüfungsamt und den Studiengangskoordinator, insb. Frau Wiesig und Herr Goje.

    2.
    Die Wahlfreiheit innerhalb der Wirtschaftsfächer, sowie die sich mehrende Auswahl an Wirtschaftsfächern.

    3.
    Die Qualität der Lehre mancher Wirtschaftsfächer.
    4.

    Die vielfältigen Möglichkeiten zur Fortbildung abseits des Studienfaches. (Sprachkurse, etc.).

    5.
    Die (aus meiner Sicht) zunehmende Kooperation mit privaten Betrieben und Integration der Privatwirtschaft in den Lehrbetrieb.

    Verbesserungswürdiges am Studiengang:

    1.
    Die gravierenden Qualitätsunterschiede der Lehrveranstaltungen, insb. der Tutorien. Manche Tutorien sind in Ihrem derzeitigen Status aus folgenden Gründen nicht hinnehmbar:
    • Hiwis die kaum mit uns kommunizieren können
    • Hiwis die ständig falsche Angaben auf der Tafel machen
    • Einem Hiwi zugewiesen zu werden, der nichts tut außer die Lösungswege korrekt an die Tafel zu schreiben ist bereits ein großer Gewinn.
    • Vorschlag: Evaluation der Lehrleistung der Hiwis – während des Semesters – sowie sorgfältigere Auswahlkriterien. Eine gute Note in der Klausur des Fachbereichs kann nicht all entscheidend sein.

    2.
    In einem Informatikstudiengang im Zeitalter des E-Learnings, sollte man annehmen, dass aufgezeichnete Vorlesungen in guter Qualität die Mehrheit, wenn nicht den Standard bilden. Das Verhältnis ist genau umgekehrt.
    • Vorschlag: Standardtool zur Aufzeichnung von Vorlesungen entwickeln/auswählen. Aufzeichnungen verpflichtend machen.

    3.
    Fehlende Besetzung mancher Lehrstühle im Informatikbereich.

    4.
    Warum die Wirtschaftsinformatik-Vertiefungen als Wahlpflicht deklariert sind ist mir ein Rätsel. Es existieren zwei Lehrstühle, wir müssen die Veranstaltungen dieser Lehrstühle belegen.

    5.
    Manche Veranstaltungen der Wirtschaftsinformatik-Lehrstühle sind sehr speziell auf die jeweiligen Forschungsthemen ausgerichtet. Für manchen von uns wünschenswert, doch wer sich nicht für diese spezielle Richtung interessiert, hat keine Alternativen.

    Vorschlag: Alternative Veranstaltungen der Lehrstühle.

    6.
    Generell ist die Wahlmöglichkeit zur Vertiefung im Bereich Wirtschaftsinformatik gering. Vielleicht lässt sich irgendwann ein dritter Lehrstuhl bzw. Institut in unserem Bereich arrangieren.

    7.
    Manche Vorlesungen haben im Vergleich zum Bachelor die ca. doppelte Anzahl an Folien für dieselbe Anzahl an Leistungspunkten.
    Man lernt nicht schneller mit einem abgeschlossenen Bachelor – diese Veranstaltungen müssen vom Umfang oder den angerechneten Punkten angepasst werden.

  3. Vielen Dank – für wenigstens schon zwei konstruktive Kommentare.

    Mehr Freiheit, mehr Wahlmöglichkeiten. Ja. Stimmt. Das müssen wir anschauen. Kleinere Module dürfen wir ja leider nicht.

    Die Mathematik wird eben von den Informatikern häufig als Grundlage gefordert. Wie seht ihr das denn? Braucht man sie? Im Bachelor? Ich bin auch nicht so begeistert, viele Stunden dafür zu opfern… Aber wenn sie wichtig ist?

    Man kann auch darüber nachdenken, von einigen “Grundlagen-Fächern” keine Noten in die Endnote einzubringen. Was halten wir hiervon?

    Wirtschaftsinformatik = Wahlpflicht ist wirklich ein Fehler.

    Welche Themengebiete (wenn wir ja “zu eng” sind) findet “der Studierende” denn interessant? Vielleicht können wir auch noch besser “importieren” oder Veranstaltungen austauschen? Einen weiteren Lehrstuhl werden wir wohl eher nicht bekommen – vielleicht einmal einen Juniorprofessor.

    Die Hiwi-Probleme sind sicher interessant auch für die jeweiligen Lehrstühle. Da müssen wir etwas machen, darüber sprechen wir – jenseits der Akkreditierung sogar…

    Wir geben hier den genauen Termin für eine offene Diskussionsrunde bekannt! Vielleicht gelingt es ja, noch mehr Diskutierende zu gewinnen?

  4. Hallo,

    ich melde dich dann mal als jemand aus einem “benachbarten Studiengang”, genauer gesagt Informatik. Die genauen Probleme des Studiengangs kenne ich natürlich nicht (also Wahlpflicht Wirtschaftsinformatik, Wiwi etc), aber ein paar allgemeine Dinge möchte ich dann doch anmerken:

    – Momentan ist nur noch ein Lehrstuhl der Informatik unbesetzt, die anderen offenen (insbesondere Verteilte Systeme und Techniche Informatik sind seit diesen Semester) wieder da.
    – Kooperationen zwischen Privatwirtschaft und Uni sind sinnvoll und wünschenswert, dürfen aber nicht dazu führen, dass die Uni nur noch Ausbildungs- und Forschungsstätte für die Wirtschaft ist. Dann werden bestimmte relevante Themen nämlich gar nicht mehr gemacht, weil sie vielleicht erst in zehn Jahren Rendite bringen.
    – Die Idee einen großen Wahlbereich zu haben, kann ich sehr gut nachvollziehen! Das weiß ich bei uns wirklich sehr zu schätzen, ob man das aber auf Kosten der Mathematik machen sollte, ist allerdings eine andere Frage. Ich hatte in den ersten Bachelorsemestern oft den Eindruck, dass die Kommiliotonen der Wirtschaftsinformatik bei einen Informatik-VL Probleme hatten, weil Kenntnisse aus der Vorlesung Diskrete Mathematik fehlten. Das muss aber natürlich nicht repräsentativ sein. Wenn das mehr Leute betrifft, wäre es vielleicht sinnvoll ein anderes Pflichtfach dafür zu kürzen oder in den Wahlbereich zu schieben? In der Informatik ist ja durch die Pflicht zu größeren Modulen auch ein Pflichtmodul (HWSW) in den Wahlbereich gewandert, ohne dass das große Probleme gegeben hätte. Andererseits hindert einen im Master bei Interesse auch nieman daran, sich fehlendes Wissen noch selber beizubringen. Da muss man abwägen, was für die Mehrheit mehr bringt. Grundsätzlich ist ja eine größere Wahlfreiheit im Master absolut sinnvoll, keine Frage.
    – Ich muss zugeben, als Informatiker nicht nachvollziehen zu können, wieso man als Wirtschaftsinformatiker Schlüsselqualifikationen benotet (!) in die Endnote einbringen kann. Vielleicht bin ich auch falsch informiert, aber ich habe davon gehört und finde das echt ein Unding. Schlüsselqualifikationen sollten ja dazu dienen, dass man in andere Wissensgebiete “reinschnuppert” oder Kompetenzen erwirbt, die nicht im normalen Studienplan auftauchen (Sprachkurse, SAP etc).
    So führt das doch eher dazu, dass er nur als Block zur Notenaufbesserung betrachtet wird und die Fächer entsprechend gewählt werden (sprich: Was ist leicht, was kann ich schon etc?). Das kann doch nicht Sinn der Sache sein.

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