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wi² Blog – Wirtschaftsinformatik & Informationsmanagement

Seminar “Wolle zum Wohlfühlen”

Liebe Wollfreunde und Angehörige der TU Braunschweig,

im Folgenden werden wir unsere Untersuchungen zum Wollmarkt im Internet darlegen, die wir im Rahmen des “Wohlfühl-Seminars” (E-Commerce-Anwendungen) Seminars durchgeführt haben.

Um unseren Praxispartner wolltrend (www.wolltrend.de) Verbesserungsvorschläge für den Website-Aufbau sowie der Vertriebsfreundlichkeit machen zu können, ist zunächst eine Branchenanalyse notwendig.

In diesem Rahmen haben wir den Markt bezüglich seiner Zielgruppen betrachtet und festgestellt, dass Stricken mittlerweile zum neuesten Trend junger Leute gehört, die so mit der klassischen Zielgruppe “50+” gleichzusetzen sind. Diese neue Zielgruppe bietet ein großes Absatzpotential und will ebenfalls mit einem Marketing-Mix bedient werden. Die hierfür zu ergreifenden Maßnahmen haben wir zusammengestellt.

Bei unseren Untersuchungen der Online-Wolle-Shops haben wir starke Differenzen feststellen können: So sind die inländischen Websites entgegen dem Trend stark auf die Zielgruppe “50+” ausgerichtet, die eine gute Struktur der Website und eine simple Kaufabwicklung fordert. Leider sind die Anforderungen nur selten zur Genüge erfüllt.

Die internationalen Websites sind hingegen auf die neue Trendsetter-Targetgroup fokussiert, sodass sich diese nicht nur durch eine breite Angebotspalette und gesalzene Preise auszeichnen, sondern auch durch Web-2.0-ige Seiten.

Offensichtlich ist, dass die nationalen Websites noch aus den Anfängen des E- Commerce stammen, wohingegen die internationalen Vertriebe stark auf eine laufende Anpassung an den sich verändernden Markt Wert legen. Hier ist also für die hiesigen Vertriebe noch Aufholbedarf festzustellen.

Schön ist es daher, dass unser Praxispartner wolltrend sich in diesem Punkt von der nationalen Konkurrenz abhebt: wolltrend spricht beide Zielgruppen an, da ein optimierter Marketing-Mix auf beide Zielgruppen zugeschnitten wurde. So ist zum Einen für die Zielgruppe 50+ der einfache Ablauf, ein hoher Informationsgehalt – was bereits eine Basis für Vertrauen schafft – sowie eine einfache Kaufabwicklung in zwei Schritten möglich. Zum Anderen werden für den jungen Käufer mehrere Channels verwendet, um potentielle Kunden anzusprechen, hierzu zählen unter anderem ein aktueller tweed und ein RSS-Feed.

Dennoch sehen wir ein Verbesserungspotential im Bezug auf die Struktur der Webseite, die zum Beispiel den Online-Shop auch für Strickanfänger zugänglicher machen würde, indem auch Fachbegriffe wie beispielsweise „Filitaly Lab“ dem Oberbegriff Wolle zugeordnet werden.

Nach näherer Untersuchung des Woll- Marktes ist festzustellen, dass sich hier ein höheres Potential verbirgt als auf den ersten Blick anzunehmen ist. Zukünftig hat dieser Absatzmarkt eine höhere Aufmerksamkeit als die derzeitige verdient, denn die Wachstumschancen sind enorm.

Viele liebe Grüße,

Ida, Inka und Tobi

Kommentare

  1. Liebe Gruppe, vielen Dank für Eure Wolle-Branchenanalyse und den Blog-Eintrag!
    Ich meine aber, dass eine gute Struktur und Usability für alle Zielgruppen gleichermaßen wichtig sind – nicht nur für die Oldies, oder…?
    Ich bin mir auch nicht sicher, wie schon im Seminar angesprochen, ob man wirklich zwischen Jüngeren und Älteren unterscheiden sollte, viel treffender finde ich die Unterscheidung zwischen aktiven und “passiven” Nutzern im Netz, die es in allen Altersgruppen gibt. Der Psychologe Peter Kruse z. B. unterscheidet zwischen den “Digital Residents”, einer Gruppe, die das Digitale als wesentlichen Teil ihrer Sozialisation erlebt und sich ganz selbstverständlich im Web beteiligt und vernetzt, und der Gruppe der “Digital Visitors”, die das Internet zwar nutzt, es aber letztlich nur als Instrument versteht.
    Für die Digital Visitors muss ein Woll-Shop also einfach “nur” gut funktionieren, die Digital Residents würden sich gerne auch zu Mode-Fragen vernetzen, mit anderen Nutzern austauschen, Empfehlungen aussprechen, eigene Geschichten oder Woll-Bilder hochladen, die Wolle des Monats küren etc. Das nur als kleine Anmerkung… Vielen Dank nochmal für Euer tolles Ergebnis zum “Wohlfühlen”!

  2. Hallo Inka, Ida und Tobias,
    vielen Dank auch von meiner Seite noch einmal für das super Ergebnis. Ich werde in das neue Konzept meines Shops sicherlich viele Ideen einfließen lassen.

    Von Elena Kozlowski am 2. Februar 2011 um 17:00 Uhr
  3. Ich gebe Gerald recht, beim ersten Lesen kann man denken, dass Online-Shops für Ältere einfach zu bedienen sein müssen und dass sie für Jüngere auch gerne etwas komplizierter sein dürfen. Ich bin mir aber sicher, dass ihr das nicht so gemeint habt.

    Man kann also den Bestellvorgang so einfach lassen wie er ist und verkompliziert ihn nicht künstlich. (Es gibt sicher auch Leute da draußen, im Internet, die so etwas betreiben.) Ohne euer Ergebnisdokument zu kennen, man kann bestimmt sehr gut Themenbereiche für verschiedene Ziel- und Altersgruppen einführen und das dann vielleicht auch auf Micro- oder Einstiegsseiten einbinden. Letzteres finde ich eine gute Möglichkeit um Interessenten anzufüttern, ohne dass man gleich von der gesamten Internetpräsenz eines Konzerns mit Quartalszahlen und Pressemitteilungen erschlagen wird.

    Von Lennard Timm am 3. Februar 2011 um 20:29 Uhr
  4. Hallo Gerald, hallo Lennard,

    wir müssen Euch Recht geben, denn bei vielen Aspekten lassen sich keine Unterschiede im Nutzungsverhalten im Internet der verschiedenen Altersklassen feststellen, sondern es wird vermehrt nach Digital Residents bzw. Visitors differenziert. Diese Aussage lässt sich allerdings nicht pauschalisieren, denn in gewissen Bereichen, zum Beispiel bei der Bewertung von Internet- Zahlungsverfahren, reagieren die Älteren Konsumenten ganz anders als die Jüngeren, sodass wir demzufolge unsere Target Groups eingeteilt haben.

    Sicherlich wäre an dieser Stelle eine umfassendere Betrachtung sinnvoll gewesen.

    Von Inka Dreßler am 5. Februar 2011 um 19:33 Uhr

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