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“Twittern ist Bürgerpflicht”

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Martin Oetting: Twittern ist Bürgerpflicht

Heute morgen war Martin Oetting Stargast in unserer Vortragsreihe Wir nennen es E-Business im Haus der Wissenschaft. Und hat einen astreinen Vortrag über Paradgimenwechsel, die Wissenschaftstheorie und die “digitale Revolution” gehalten… Wir haben nicht mitgefilmt, aber hier sehen wir (bei Sevenload) Martins ähnlichen Vortrag von der Webciety Roadshow in München am 17.09.2009. Danke, Martin…!

Kommentare

  1. Martin, vielen Dank für den interessanten Vortrag und die anschließende Diskussion.

  2. Und natürlich danke ans wi2 für’s Organisieren!

  3. Ich habe zu danken – hat Spaß gemacht! Bis zum nächsten Mal. 🙂

  4. Lieber Martin, sehr klasse… Freuen wir uns auf Deinen Aufsatz dazu…!
    Aber ich bin mir nicht sicher, ob der Revolutionsbegriff wirklich Deine Sache am Besten trifft. (Mal abgesehen davon, dass er mir assoziativ sehr gut gefällt…). Du siehst die Sache ja auch eher als evolutionären Prozess an, oder? Also eher vergleichbar mit der Industriellen als mit der Französischen Revolution von 1789, oder?
    Wenn wir das revolutionstheoretisch nach Lehrbuch betrachten und mit Gütesiegel 1a auszeichnen, dann müsste ja, sehr verkürzt gesprochen, am Anfang eine kleine radikale Avantgarde, die das “richtige” digitale Bewusstsein hat, die Bastille des Ancien Régime stürmen und die Internetausdrucker gewaltsam hinwegfegen, oder? Dann müsste also, nach Rousseau, diese Minderheit den allgemeinen Willen (volonté génerale) verkörpern – und zur Not auch gegen den Willen der Mehrheit (volonté des tous) durchsetzen. Dagegen steht das Ideal einer Demokratie 2.0 als kosmopolitische Graswurzeldemokratie und die “Weisheit der Vielen”. Oder deren Dummheit. Wie auch immer… Zur Zeit haben wir ja das Problem, dass sich sich die Konfliktlinien in der Gesellschaft zur “digitalen Zukunft” nicht unbedingt im repräsentativ verfassten politischen System widerspiegeln. Wir bräuchten vielleicht ganz neue Akteurskonstellationen und Verhandlungssysteme im Web, in denen auch die Unternehmen als Promotoren gesellschaftlichen Wandels eingebunden sind: Transnationale, europäische Parteien, lokale und globale Klimabündnisse etc…

    Von Gerald Fricke am 12. Dezember 2009 um 12:38 Uhr
  5. @Gerald Nun weiß ich deutlich weniger über Politik und Geschichte als Du, aber ich sehe gerade bei allen von Dir genannten Beispielen sehr viel Übereinstimmung: egal welche Revolution man ansieht – es gibt immer zunächst wenige, die über neue Wege nachdenken, sprechen, vielleicht im Kleinen anfangen. Das, was wir von der französischen Revolution im Kopf haben, ist doch nicht über Nacht entstanden, sondern eben auch in einem evolutionären Prozess, der dann irgendwann einen “Tipping Point” erreicht und dann revolutionär wird. Allerdings stimmt schon, dass der Vergleich mit der industriellen Revolution stimmiger ist als der mit der französischen. Andererseits findet die aktuelle Revolution deutlich ruckartiger statt als es damals mit den Dampfmaschinen etc. ging.

    Wessen Willen verkörpert wird, ist schwer zu sagen. Aber im Grad der Adoption der digitalen Tools kann man ja eine Manifestation einer Strömung in der Bevölkerung sehen, oder? Und die Piraten (als Partei oder in den anderen Parteien) sind dann die Widerspiegelung der Konfliktlinien im parlamentarischen System. Oder?

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  2. wi² auf dem Weg der Bildung in Hamburg | wi2-Blog 6. Februar 2010 at 01:43