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Unternehmenskommunikation 2.0, weiter geht’s…

Gerade recherchieren wir gute und weniger gute Beispiele von Unternehmen, die mit ihrer Kommunikation auf Blogs, Microblogs (wie Twitter) und soziale Austauschplattformen im Netz setzen.

Hier unser Vortrag zum Thema “Unternehmenskommunikation 2.0” vom Studium Generale aus dem letzten Jahr:
Unternehmenskommunikation 2.0

Susanne Robra-Bissantz / Gerald Fricke: Unternehmenskommunikation 2.0. Vortrag an der TU Braunschweig, Oktober 2008.

In der Summer School hatte ich die “Transition to Corporate Communications 2.0” so beschrieben:

  • From Marketing Communications to Conversational Marketing
  • From Brand Management to Brand Wikification
  • From Public Relations to Social Media Marketing
  • From Corporate Ethics to Corporate Social Responsibility 2.0

Unternehmenskommunikation 2.0- Bedeutung für das Marketing

Was bedeutet das fürs Marketing? Das findet heute, erste These, nicht mehr ausschließlich in der Marketingabteilung statt; nicht der Marketingchef macht “das Marketing”, sondern jeder Mitarbeiter, der zugleich auch als Botschafter des Unternehmens und der Marke unterwegs ist. Marketing im Web bedeutet, erstmal den Gesprächen der Blogger, Twitterer und Kunden im Netz zuzuhören. Das beste Marketing braucht also keine Sprüche, sondern gute Produkte, deren Nutzen sich im Netz und in der Welt herumsprechen. Um dies Verbreitung zu beschleunigen, ist es undenkbar die Unternehmenskommunikation 2.0 zu nutzen.

Tja, und wenn die Unternehmen sich ins Web 2.0 begeben, zweite These, dann müssen sie sich von der Vorstellung lösen, dieses beherrschen zu wollen. Und sie müssen glaubwürdig und “wahrhaftig” kommunizieren. Dann dürfen Sie auch Fehler machen oder sich ungeschickt anstellen.
Das setzt die erfolgreiche Unternehmenskommunikation 2.0 voraus.

Schlechte Beispiele für Unternehmenskommunikation 2.0

Damit geht es natürlich im Kern um die Unternehmenskultur und grundsätzliche Einstellungen. Wenn in einem Unternehmen die Angst regiert, “Zero-Tolerance” und undurchdringliche hierarchische Strukturen vorherrschen, dann wird dieses Unternehmen vermutlich nicht besonders glaubwürdig im Web 2.0 unterwegs sein und dem entsprechend fällt die Unternehmenskommunikation 2.0 für jedes Unternehmen aus. Dann gibt es auch kein Verständnis der User, sondern nur Wut und Häme für ungeschickte Stolpereien. Ein Paradebeispiel für eine sehr unglückliche “Unternehmenskommunikation 2.0” lieferte vor einigen Wochen der Sportartikelhersteller Jako in seiner Auseinandersetzung mit dem Blogger “Trainer Baade”. (Hier dokumentiert von Stefan Osswald).

Viele weitere schlechte Beispiele sind schnell gefunden. Deshalb sei hier umgekehrt gefragt: Habt Ihr noch gute Ideen oder positive Beispiele für Unternehmen, die sich jüngst besonders raffiniert im Web 2.0 bewegten, die besonders freundlich, klug und professionell mit Kritiken auf Facebook, einem Sturm auf Twitter oder bösen “Meinungsäußerungen” in der Blogosphäre umgegangen sind und vielleicht ein Paradebeispiel für Unternehmenskommunikation 2.0 sind ?

Vielen Dank im Voraus,

Gerald Fricke

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