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Virales Marketing: Das Schreiben von wissenschaftlichen Arbeiten

Nach der ersten Präsentation am Freitag, habe ich in diesem Blog-Eintrag einige Richtlinien und Hinweise, die man beim Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit beachten soll, zusammengefasst.

Für die Kapitelbezeichnungen soll man kurze, treffende Begriffe wählen, aber keine Fragesätze. Die Struktur soll klar und nicht kompliziert sein, wobei jede tiefste Gliederungsebene mindestens zwei Punkte besitzen muss. Man soll Übertreibungen und Superlative vermeiden und nur bei Bedarf benutzen, da sie zu Widersprüchen führen und somit eine Arbeit unnötig anfechtbar machen können. Am Ende soll eine Zusammenfassung aller Ergebnisse vorliegen.

Man soll besonders darauf achten, ob man richtig zitiert. Es kann nämlich in vier unterschiedlichen Formen erfolgen:

  1. Ein direktes bzw. wortwörtliches Zitat wird genau übernommen und immer in Anführungszeichen gesetzt. Die Quellenangabe befindet sich in der Fußnote und beginnt mit dem Autor.
  2. Ein indirektes bzw. sinngemäßes Zitat steht nicht in Anführungsstrichen. Es muss aber als Zitat gekennzeichnet und in der Fußnote nachgewiesen werden.
  3. Ein Zitat im Zitat ist gegeben, wenn in einem direkten Zitat ein weiteres Zitat steckt. Dieses wird in einfache Anführungsstriche gesetzt, wobei nur das direkte Zitat nachgewiesen werden muss.
  4. Ein nicht-deutsches Zitat wird direkt übernommen, wenn das originale Zitat auf Englisch ist. Alle anderen Zitate werden übersetzt und indirekt zitiert.

Im Großen und Ganzen sollte eine wissenschaftliche Arbeit leserorientiert sein. Das bedeutet, sie sollte Anforderungen und Erwartungen einer bestimmen Zielgruppe, an die sie gerichtet wird, entsprechen sowie interessant und informativ sein!

Viele Grüße,

Valentina

Kommentare

  1. Hallo Valentina, jedes Schreiben das ein bestimmtes Ziel verfolgt, sollte sich am Leser und seinen Erwartungen orientieren, oder? Obwohl: Künstler und Literaten dürfen auch nur für sich selbst Werke schaffen…
    Entscheidend für die “Wissenschaftlichkeit” auf dem Weg zu Wahrheit und Erkenntnis ist, dass Aussagen, Behauptungen, Thesen, Zitate etc. intersubjektiv überprüfbar ausfallen. Dazu sollte man sich auch an die entsprechenden formalen Konventionen eines Fachs halten. Nicht als Selbstzweck, sondern um überhaupt einen sinnvollen Austausch von Gedanken, Theorien oder empirischen Arbeiten zu ermöglichen.

  2. Liebe Valentina,

    ich finde das schön zusammen gefasst – die Leserorientierung nochmals hervorzuheben finde ich auch garnicht schlecht, auch wenn es eigentlich immer so sein sollte. Aber über einer Arbeit für die Uni vergisst man schon gerne einmal, dass es nicht nur darum geht, Zeilen zu produzieren. Und dann ist es schon gut, nochmal darüber nachzudenken, für wen man schreibt. Und dass derjenige z. B. vielleicht schon weiß, was Marketing ist…

    Genauso wichtig finde ich, dass man sich klar macht, dass jeder, der etwas zu erklären versucht, dies aus einer bestimmten Perspektive macht. Dies muss nicht immer die eigene sein – und man darf dann ruhig auch aus der eigenen Perspektive schreiben. Und man darf seine eigenen Sätze bilden und dann insgesamt daruf verweisen, von wem man die Ideen hatte.

    Daneben sollte man versuchen, keine Wiederholungen einzubauen. Wenn ein Aspekt zweimal auftaucht, dann sollte man schauen, ob man ihn beide Male wirklich braucht. Häufig schreibt man am Anfang viel zu vieles rein.

    Das war’s mal. Mal sehen, was mir noch einfällt…

    Von srobra am 4. Mai 2008 um 11:56 Uhr
  3. Liebe Frau Robra-Bissantz und Herr Fricke,

    es ist wahr, dass es einen gewissen Freiraum für die Individualität bei der Gestaltung einer wissenschaftlichen Arbeit gibt, trotzdem soll sie übersichtlich und für alle interessierten Leser verständlich bleiben.

    Dabei soll eine Arbeit moralischen und stilistischen Ansprüchen entsprechen und Objektivität, Reliabilität und Validität aufweisen.

    Von vkanischew am 4. Mai 2008 um 12:20 Uhr

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