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Webgesellschaft – Strukturwandel der Öffentlichkeit (Gruppe 1)


In unserem PechaKucha-Vortrag haben wir uns mit dem Strukturwandel der Öffentlichkeit in der Webgesellschaft und den Thesen von Jeff Jarvis beschäftigt.

Strukturwandel der Öffentlichkeit- “Public Parts”

In seinem Buch „Public Parts“ schildert Jeff Jarvis, welche positiven Erfahrungen er im Internet gemacht hat. Seiner Meinung nach können wir als Gesellschaft einen großen Nutzen aus der Kommunikation miteinander ziehen. Dazu müssten wir nur offen und ehrlich mit den Dingen, die uns beschäftigen, umgehen. Jeff Jarvis thematisiert, dass je nach Kulturkreis die Menschen ein anderes Empfinden dafür haben, welche Themen öffentlich diskutiert werden können und welche im engsten Bekanntenkreis bleiben. Der Strukturwandel der Öffentlichkeit ist ein wichtiges Themengebiet des Buches. Das Verhältnis zwischen “öffentlich” und “privat” hat sich in den letzten Jahren verschoben. Mit der Entstehung des Web 2.0 werden mehr Themen öffentlich diskutiert und der auch der Strukturwandel der Öffentlichkeit wird dadurch beeinflusst.

Diskussion zum Thema “Strukturwandel der Öffentlichkeit”

In unserem Vortrag und der anschließenden Diskussion im Plenunm haben wir uns gefragt, ob im Internet alle Informationen und Materialien die frei zugänglich sind, auch von allen Menschen uneingeschränkt genutzt werden sollten – und was das für die Webgesellschaft bedeutet. Auch ihr könnt euch Gedanken über das Thema “Strukturwandel der Öffentlichkeit” machen und uns diese gerne mitteilen.

Pajam, Georg, Kevin, Adrian

Kommentare

  1. Toller Vortrag, vielen Dank an die Gruppe! Hier der Textauszug aus dem Jarvis-Buch über das “German Paradox”:
    http://www.scribd.com/doc/65648435/Germans-from-Public-Parts-by-Jeff-Jarvis

    Ich möchte aus meiner Sicht noch einige Punkte zum “Strukturwandel der Öffentlichkeit” in der Webgesellschaft ergänzen, die über das Jarvis-Buch hinaus gehen – und auf die ich in meinem Vortrag eingegangen bin.

    “Öffentlichkeit” ist der Raum gesamtgesellschaftlicher Gespräche, über das, was alle betrifft. In der griechischen Antike war das die “res publica”. Im Gegensatz dazu galt das “private” Handeln als etwas, das der öffentlichen Sache etwas “beraubt”. Die “Privatsphäre” ist eine Erfindung der Neuzeit und entfaltete im Bürgertum des 19. Jahrhunderts seine volle Blüte (vgl. dazu: Christian Heller: Post-Privacy, München 2011).

    Bis heute bleibt das Verhältnis von privat und öffentlich zuvörderst eine politische Frage, meine ich. Das “soziale Web” ist in seiner derzeitigen Ausprägung ein privatwirtschaftliches Unternehmen, mit eigenen Regeln, Hausordnungen und neuen Formen von Teil-Öffentlichkeiten. In der Webgesellschaft wird es darum gehen, für die “öffentliche Sache” einen neuen Gesellschaftsvertrag zu formulieren.

    Zur Theorie des kommunikativen Handelns (Jürgen Habermas) sehen Sie bitte auch den Wiki-Artikel aus dem IuK-Seminar 2010:
    http://www.wi2ki.de/doku.php/kommunikationsmanagement

    Zum “neuen Typ der Öffentlichkeit” lesen Sie bitte:
    Jan-Hinrik Schmidt: Das Social Web und gesellschaftlicher Wandel; Download unter:
    http://www.vhw.de/publikationen/verbandszeitschrift/archiv/2011/heft-4/

  2. Vielen Dank für das Lob! Können dieses nur zurückgeben. Sowohl an die Plattform, die uns durch diese Veranstaltung geboten wird, als auch an die anwesenden Kommilitonen für die gute Diskussion im Anschluss an den Vortrag. Empfinde die Pecha Kutcha Vorträge als willkommene Abwechslung aus Sicht eines Zuhörers und als spannende Herausforderung aus Sicht der vortragenden Gruppen. (Gerne mehr davon!)

    Was sicherlich nicht nur mir aufgefallen ist, ist dass im Anschluss an die bisherigen Vorträge eine positive Resonanz durch die angeregten Kommentare aus dem Plenum zu erkennen war. Fände es toll, wenn wir die Dynamik aus der Veranstaltung mit ins Web nehmen und hier fortsetzen. Deshalb nimmt kein Blatt vor den Mund und lass uns als Gruppe wissen wo wir uns cleverer hätten anstellen können und gibt im gleich Zug den nachfolgenden Gruppen die Chance sich weitere Tipps und Anregungen zu holen.

    Thank you for sharing!

    Von Pajam (Gruppe1: Strukturwandel) am 29. Mai 2012 um 12:56 Uhr

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