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Kooperation als Open Innovation?

„Kooperation als Open Innovation – Eine Web-Brücke zwischen Unternehmen und Gesellschaft“

http://youtu.be/h0U-RaRrpKA

Ein PechaKucha-Vortrag von
Rouven Wendel, Christian Kulpok, Alexander Eirich, Jannik Muenk, Konstantin Mack

Wie funktioniert eine “Kooperation als Open Innovation?” Was verbirgt sich dahinter und wie kann man sich daraus einen Nutzen schaffen? Das sind die Fragen mit denen wir uns in der  Webgesellschafts-Vorlesung beschäftigt haben. Dazu haben wir den Vortrag im obigen Video konzipiert.

Bei einer Kooperation handelt es sich um ein Zusammenwirken mehrerer Parteien, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Eine Open Innovation geht etwas weiter: Dabei öffnet sich ein Unternehmen seiner Umgebung und bindet potentielle Kunden in diverse Prozesse ein. Dabei entsteht immer ein gewisses Risiko, da Wissen über die Unternehmensgrenzen hinaus preisgegeben wird, jedoch besteht die Chance seine Kompetenzen durch neue Impulse von außen zu erweitern.

Es gibt verschiedene Formen der Open Innovation, auf die wir in unserer Präsentation näher eingehen. Des Weiteren beschäftigen wir uns auch mit dem Unterschied zwischen einer “echten” und einer “unechten” Open Innnovation. Dazu haben wir in unserem Vortrag drei Beispiele aufgeführt, die diese Behauptung verdeutlichen sollen. Im Web 2.0 oder auch Enterprise 2.0 sind Plattformen entstanden, die eine transparente Kommunikationskultur schaffen. Tim-O-Reilly, ein Web-2.0-Visionär nennt das ganze sogar „Nutzbarmachung“ der Kollektiven Intelligenz“.

Das erinnert an die Idee des Crowdsourcing, welche wir im Vortrag aufgreifen. Um das ganze näher zu erläutern, gehen wir auf zwei Beispiele im Vortrag ein. Die Henkel AG hat mit ihrer Marke Pril eine Kampagne ins Leben gerufen, bei der jeder sein „eigenes Flaschenetikett“ anfertigen konnte. Diese wurden auf der Facebookseite von Pril gepostet und das mit den meisten „Likes“ sollte es in den Handel schaffen. Problematisch war, dass die Facebook-Gemeinde ihrer Kreativität freien Lauf gelassen hat und die Ergebnisse sich nicht mit den Vorstellungen der Marketingabteilung deckten. Die Kampagne wurde somit eingestampft, wodurch große Proteste durch Facebooknutzer entstanden.

Ein weiteres Beispiel ist das Unternehmen Procter & Gamble (P&G) was mittels seiner Internetseite „Connect + Develop“ den heute vielfach verkauften Staubmagnet „Swiffer“ entwickelte. Sie öffneten Ihren Innovationsprozess für ihre Kunden und diese beteiligten sich an der Problemlösung. Laut Angaben des Unternehmens stammten 2004 ganze 35 Prozent der Produktentwicklungen aus externen Quellen. Im Jahr 2006 hat sich sogar die Produktivität der F&E um ca. 60 % gesteigert und simultan haben sich Investition in die F&E von 5,8% auf 3,4 % des Umsatzes reduziert. Ein beachtliches Ergebnis, das mittels Open Innovation entstand.

Gibt es für eine Open Innovation denn auch kritische Erfolgsfaktoren? Ja, die gibt es! Quellen für diese sind meist internen Ursprungs, wie die Firmen- oder Innovationspolitik aber auch externen Ursprungs, wie das Branchen- und Kundenumfeld. Um ein signifikant gutes Ergebnis bei der Open Innovation zu erzielen, sollten die kritischen Erfolgsfaktoren nicht vernachlässigt werden. Beispiele für diese sind u. a. klare und einfache Problem- und Zieldarstellung, Online-Coaches zur Unterstützung und Auswertung und eine richtige Teilnehmerauswahl für die Open Innovation Community. Ausschlaggebend ist aber, dass die Unternehmensführung hinter der Open Innovation und der Öffnung der Unternehmensgrenzen stehen muss. Empfehlenswert dazu ist das Buch „Kritische Erfolgsfaktoren im Innovationsmanagement“ von Alexander Hochmeier.

Abschließend möchten wir als Gruppe euch empfehlen, unser Video anzuschauen und mit zu diskutieren: Ist Open Innovation die Möglichkeit für Problemlösungen und neue Entwicklungen in Unternehmen? Überwiegen die Chancen oder die Risiken für die Beteiligten?

Rouven Wendel & Christian Kulpok

Quellen:
http://karl-born.de/wp/die-grenzen-von-crowdsourcing/

http://blog.volksbank-buehl.de/2012/10/04/enterprise-2-0-und-open-innovation-wie-unternehmen-das-web-2-0-fur-sich-nutzen/

http://de.wikipedia.org/wiki/Kooperation

http://www.pgconnectdevelop.com/home/home5.html

http://www.siemens.com/innovation/apps/pof_microsite/_pof-spring-2010/_html_de/fakten-und-prognosen-open-innovation-als-erfolgsfaktor.html

“Zusammenarbeit: Was unsere Gesellschaft zusammenhält”, Richard Sennett, Hanser Verlag, 2012, ISBN: 978-3446240353

„Fokus Innovation – Kräfte bündeln – Prozesse beschleunigen“, Hans-Jörg Bullinger, Hanser Verlag, 2006, ISBN: 3-446-40588-7

„Kritische Erfolgsfaktoren im Innovationsmanagement“, Alexander Hochmeier, Springer Gabler Verlag, 2012, ISBN 978-3-8349-4335-4

http://innovationsmanagement.ideeologen.de/open-innovation/open-innovation-community/plattform-erfolgsfaktoren

http://www.business-wissen.de/artikel/virtual-business-so-entwickeln-sie-erfolgreiche-kooperationen/

http://innovationsmanagement.ideeologen.de/open-innovation/openinnovation

„The Open Innovation Revolution”, Stefan Lindegaard, ISBN: 978-0470604397

http://www.pril.de/marke/meinpril/

http://mein.pril.de/marke/meinpril/#tab_hallofframe

http://pursuitist.com/wp-content/uploads/2013/10/starbucks-coffee-logo.jpg

http://mystarbucksidea.force.com/

http://nexed.be/3236/modulaire-smartphone-van-googles-project-ara-in-januari-2015-beschikbaar/

http://www.projectara.com/

http://static.androidnext.de/2013/10/phonebloks-modules-project-ara.jpg

 

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