TU BRAUNSCHWEIG
Symbolfoto
wi² Blog – Wirtschaftsinformatik & Informationsmanagement

Webinklusion – Von der Kreativphase zur angewandten Innovation

Das Smartphone rappelt, die Tastatur läuft heiß, Freude, Trauer, nahe und entfernte Freunde.

Im Web kreieren vornehmlich die digital inhabitants und immigrants Inhalte auf den verschiedensten Plattformen. Sie tauschen sich über die inzwischen unzähligen Text-, Bild- und Videoplattformen aus. Wie jedoch gehen sie damit um? Die meisten haben gelernt mit ihren Inhalten im Web bewusst umzugehen, lernen es noch, oder hatten die Chance es zu testen und haben es gleich wieder sein gelassen.

Diese Möglichkeiten gibt es leider nicht für alle Mitglieder unserer Gesellschaft. Für viele bleibt das Internetz einfach undurchschaubar. Dabei hält es so viele Potentiale bspw. für die Überwindung von reellen Distanzen und Kommunikationsbarrieren bereit.

Von diesem Standpunkt aus haben wir vom wi² vor einem Jahr angefangen uns über eine Lösung Gedanken zu machen. Speziell hatten uns die Bedürfnisse aber auch Hürden von Menschen mit Behinderung  bei der Nutzung des sozial-interaktiven Webs interessiert. In den vergangenen zwei Semestern haben insgesamt 47 Studierende am Projekt Webinklusion gearbeitet. Es wurden Testplattformen programmiert, mit Probanden ausprobiert und analysiert. In vielen Gesprächen mit Partnern des DRK und der Lebenshilfe, sowie den Nutzern und Eltern, haben wir festgestellt, dass unsere Idee den Nerv trifft:

Wir wollen eine Webplattform, die einfach, und konkret auch ohne Lesen und Schreiben, zu bedienen ist. Die klar zwischen allgemeiner Weböffentlichkeit und Gruppenzugehörigkeiten trennt, dennoch die wichtigsten Funktionen bekannter Online Communities bietet. Wir wollen es ermöglichen in einem sicheren Umfeld individuelle Erfahrungen mit dem Web zu machen. Vielmehr noch ist es uns wichtig, dass eine solche Webseite nicht ihre Lehr-/Lernzwecke erfüllen kann, ohne dass es reale Interaktionen und Betreuung gibt. Gemeinsam mit dem Fachpersonal der Kooperationspartner und Studierenden verschiedener Fachrichtungen, speziell Pädagogen und Erziehungswissenschaftlern, stellen wir ein pädagogisches Konzept zusammen, dass allen dabei helfen wird, fundierte Medienkompetenz zu erlangen.

Die Phase 3 des Projektes startet im Oktober, mit dem Beginn des Wintersemesters 2012/13 an der TU Braunschweig. Es wird darum gehen drei verschiedene Themenbereiche abzudecken.

Mehr dazu demnächst auf dieser Bühne.

Bis dahin freuen wir uns über ALLE an diesem Projekt Interessierten, und wünschen uns vorallem viele interessierte Studierende die an unserem Seminar “Service Learning” teilnehmen. Denn in dieser überfachlichen Wahlveranstaltung wird dieses Projekt maßgeblich entwickelt

weitere Infos zum Seminar

Kontakt: Alexander Perl

Comments are closed