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wi² Blog – Wirtschaftsinformatik & Informationsmanagement

Wirtschaftsinformatik zum Anfassen…

Touch-Technologie: Mittlerweile ist sie fast allgegenwärtig. Wir finden sie in unseren Smartphones, Tablett PCs, an Fahrkartenautomaten und sogar an der Kasse bei Ikea. Das bekannteste ist aber wohl das Notebook-Trackpad. Viele dieser Geräte haben jedoch einen gravierenden Nachteil: Sie unterstützen kein sog. Multitouch.

Touch– bzw. Multitouch Interfaces ermöglichen eine Mensch-Computer-Interaktion ganz ohne Stift, Maus oder Tastatur. Lediglich die Finger des Menschen dienen als Eingabegerät. Single-Point-Touch-Oberflächen, z. B. in Fahrkartenautomaten oder Informationstafeln, ermöglichen die Bedienung mit nur einem Finger, während bei Multitouch-Systemen mehrere Fingerberührungspunkte gleichzeitig ausgewertet werden können, um bspw. eine „Pinch to Zoom“-Geste auszuführen.

Apple ist 2007 eine Integration der Multitouch-Technologie in ein Mobiltelefon gelungen. In der Tat war diese Umsetzung so innovativ, dass sie auch für den kommerziellen Markt interessant wurde und einen Boom an portablen und Multitouch-fähigen Geräten hervorrief. Allerdings war die Eingabe aufgrund der kleinen Screengröße softwareseitig auf nur wenige Finger gleichzeitig beschränkt. Microsoft ist noch einen Schritt weitergegangen und hat fast zeitgleich den Surface vorgestellt: einen Multitouch Tisch, der es erlaubt, viele Finger auf einmal zu benutzen. Mehrere Nutzer können so gleichzeitig zusammenarbeiten.

Die Möglichkeit zum gemeinsamen Arbeiten und die Größe der Arbeitsfläche, die bequem 3-4 Personen Platz bietet, machen dieses System besonders interessant für die Wirtschaftsinformatik. Wir können uns im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Nutzer oder Kunden an “einen Tisch” setzen und gemeinsam an einem Problem arbeiten. Jeder kann aktiv “Hand anlegen” und sich in die Gestaltungs- und Kaufprozesse einbinden.

Leider gibt es noch wenige gute Anwendungen auf Touchbasis. Vielmehr beschränken sich die Einsatzgebiete von Multitouch hauptsächlich darauf, Daten und Informationen zu visualisieren (z. B. in Museen), Multimedia-Anwendungen zu steuern oder Fotos zu betrachten. Dabei wird vor allem darauf abgezielt, einen Whow-Effekt beim Nutzer hervor zu rufen, anstatt ein Problem intuitiv und produktiv zu lösen.

Daher haben wir uns entschlossen, einen eigenen Multitouch Tisch zu bauen, um dafür anschließend verschiedene Anwendungen zu entwickeln. Vor ca. vier Monaten haben wir die Genehmigung von Prof. Dr. Susanne Robra-Bissantz für das Projekt erhalten und uns voller Tatendrang in die Arbeit gestürzt.

Wir möchten unsere Arbeit aber nicht hinter verschlossenen Türen durchführen, sondern unsere Erfahrungen und Eindrücke mit den Studenten und Freunden der Wirtschaftsinformatik teilen… In unserem Arbeitstagebuch. Schaut doch mal rein…

und besucht unser Wi2Touch Posterous-Blog! Wir freuen uns über Eure Kommentare!

Kommentare

  1. Hallo Asadeh und Jens, das ist wirklich klasse, wie Ihr das Web auf den Tisch bringt… Astreines Projekt. Wir freuen uns schon auf die Anwendungen, zum Beispiel bei Workshops! Vielen Dank auch für die schöne Dokumentation bei Posterous und den instruktiven Blogeintrag hier (so soll es sein!), dürfte viele Leute interessieren…

  2. Ja, vielen Dank an unser Table Team. Sehr schön, dass der Tisch auch barrierefrei ist 🙂

    Von Patrick Helmholz am 8. November 2010 um 10:04 Uhr

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